Der sechste BUND-Forschungspreis für nachhaltige Entwicklung zeichnet erstmalig ein marines Thema aus.

Unsere SpaCeParti Kollegin Josefine Gottschalk, MSP-Expertin vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung Dresden (IÖR), erhielt den diesjährigen BUND-Forschungspreis für „Forschung zur nachhaltigen Entwicklung“ für ihre Masterarbeit mit dem Titel “Scratching Below Surface – Is the Maritime Spatial Planning of the European Union ready for Adequate Marine Conservation?”. In ihrer Arbeit thematisiert sie die unzureichende Integration ökologischer Aspekte in die Meeresraumplanung. Dazu untersuchte sie die aktuelle Raumordnungsplanung in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone beispielhaft auf strukturelle (Biodiversität) und auf funktionale (Ökosystemfunktionen) Komponenten der marinen Umwelt.

Mit ihrer Arbeit wurde erstmalig eine Forschungsleistung zu einem marinen Thema durch den BUND ausgezeichnet. Der Preis erkennt herausragende Leistungen an, die zu einer stärkeren Ausrichtung des Wissenschaftssystems an den großen gesellschaftlichen Herausforderungen beitragen.

Dies unterstreicht die Bedeutung eines sich durch menschliche Aktivitäten rasant wandelnden Naturraumes und die sich daraus ergebende steigende gesellschaftliche Relevanz einer nachhaltigen Entwicklung auf See.

Der Dorschbestand der westlichen Ostsee ist zusammengebrochen – gezielte Fischerei auf diesen Bestand ist verboten. Die Suche nach nachhaltige Lösungen, wie etwa dem Reallabor-Ansatz, sind neu entfacht.

Ein Strukturwandel in der Fischerei ist in vollem Gange – Fischereibetriebe verschwinden, Fischereigenossenschaften müssen schließen, ganze Küstenregionen verändern sich.

Denn der Bestand des westlichen Ostseedorsches ist zusammengebrochen, weshalb der gezielte Fang durch die Fischerei aktuell verboten ist.

Während die Diskussionen über mögliche Gründe bereits seit vielen Jahren geführt werden, ist die Suche nach möglichen Lösungen neu entfacht. Das Projekt SpaCeParti, koordiniert durch das Center for Ocean and Society, erprobt in einem sogenannten Reallabor-Ansatz nachhaltige Nutzungsstrategien zur Erhaltung der Küstenfischerei der westlichen Ostsee. Akteur:innen aus den Gruppen Küstenfischerei, Natur- und Umweltschutz, Tourismus und erneuerbare Energien nehmen aktiv an diesem Forschungsprojekt teil.

Weitere Informationen gibt es hier:

Hübbe, Morten. 2022. Küstenfischerei. Der Dorsch verschwindet. Katapult MV.

Mitarbeitende des Projekts SpaCeParti folgen dem Aufruf zur Beteiligung am Sonderband „Zukunft der Fischerei in Deutschland“.

Prof. Dr. Arlinghaus (Herausgeber der Zeitschrift für Fischerei) und Prof. Dr. Möllmann (u.a. beteiligt im Projekt SpaCeParti) haben den Sonderband ins Leben gerufen, um ein Diskussionsforum zu bieten. Dabei geht es vor allem um praxisrelevante Fragen zu Meeres- und Binnenfischerei, Angelfischerei sowie Aquakultur, um Lösungsvorschläge aus verschiedenen Perspektiven der Forschung, Fachpolitik und der gesellschaftlichen Interessensvertretung  für die Zukunft darzustellen.

Der Aufruf zur Beteiligung geht ausdrücklich an die Gemeinschaft aller Interessierten aus Fischerei, Forschung, Verwaltung, Politik und Nichtregierungsorganisationen, um einen konstruktiven Diskurs anzuregen.

Im Konsortium SpaCeParti freuen wir uns diesem Aufruf zu folgen, uns aktiv zu beteiligen und unser Wissen einzubringen.

Verknüpfung von verschiedenen Forschungsinhalten innerhalb des Projekts SpaCeParti zum Thema kleine Küstenfischerei und deren Verbindung mit Wissensinhalten von Stakeholdern.

Interdisziplinäre Forschung lebt vom gegenseitigen Austausch miteinander und zwischen den Fachdisziplinen. Deshalb begab sich das Konsortium des Projekts SpaCeParti für fünf Tage in das Klosterhotel Damme. Hier wurden in angenehmer Atmosphäre Ergebnisse präsentiert, Inhalte diskutiert sowie Absprachen und neue Ideen für das weitere Vorgehen entwickelt. Dieser Austausch wurde von allen Seiten als sehr produktiv empfunden und hat einen Grundstein für die weitere Arbeit in den einzelnen Arbeitspaketen gelegt.

Positive Erfahrungen und Begegnungen im Austausch mit Fischern und Stakeholdern rund um die kleine Küstenfischerei auf Rügen und Region Greifswalder Bodden.

Um einen Ort für das zweite Reallabor in Mecklenburg-Vorpommern zu finden, wurde von Mitgliedern des Arbeitspaket 1 „Reallabore“ eine mehrtägige Exkursion in den Großraum Rügen und Greifswalder Bodden durchgeführt. Ziel war es in persönlichen Kontakt mit lokalen Fischern und Fischereigenossenschaften zu treten sowie mit Institutionen um die Fischerei herum (bspw. Museen, Kunstschaffende und Tourismusakteure). Hierbei konnten wir uns einen weitreichenden Überblick zur aktuellen Situation der Fischerei verschaffen und zudem Informationen und Daten sammeln. Wir freuen uns viele Menschen der Branche getroffen zu haben, die bereit waren sich mit uns über Hering und Dorsch sowie die aktuellen Herausforderungen für die Fischerei auszutauschen.

Projektinterne Inhalte und Ziele wurden im Dialog miteinander konkretisiert.

Im Juni 2022 konnten wir uns erstmalig mit dem Konsortium des Projektes für zwei Tage in Person in der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel treffen. Dies begünstigte den regen und produktiven Austausch miteinander. Es wurde sich gegenseitig über den Status der Arbeitspakete informiert, Zielvorstellungen konkretisiert und eine interdisziplinäre Infrastruktur aufgebaut. Es wurde klar, dass in diesem Projekt viel Wissen aus verschiedensten Forschungsgebieten vorhanden ist sowie eine starke Motivation mit diesem die kleine Küstenfischerei zu unterstützen.

Aufbau des Reallabors (Form von Zukunftswerkstatt) in Stein-Wendtorf, um gemeinsam mit Stakeholdern der Fischerei Problemlösungen zu finden und auszuprobieren.

Kernstück des Projekts werden zwei Reallabore sein. Reallabore sind lokal begrenzte Orte, in denen Forschende und Stakeholder gemeinsam Lösungen für Problemstellungen erarbeiten, um diese vor Ort in Experimenten zu erproben und bei Erfolg aus dem Reallabor heraus an weiteren Orten umsetzen zu können. Bei dieser partizipativen Arbeitsweise findet ein Austausch auf Augenhöhe sowie ein Wissenstransfer zwischen Stakeholdern und Forschenden statt.

Teilnehmende des Arbeitspakets 1 „Reallabore“ trafen sich erstmals am 23.05.2022 mit Stakeholdern des Museumshafens in Stein-Wendtorf, um erste Ideen zu besprechen und eine künftige Zusammenarbeit zu planen. Im Rahmen dieses Austausches ging es auch um die aktuelle Situation der Fischer vor Ort.

Interdisziplinäres Wissenschaftsteam startet Zusammenarbeit, um die kleine Küstenfischerei der westlichen Ostsee auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft zu unterstützen.

Ende Februar 2022 fand das Kick-off Meeting zum Projekt SpaCeParti statt. Erstmalig trafen sich das Konsortium des Projekts mit dem wissenschaftlichen Beirat, Vertretenden der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) und des Projektträgers Jülich (PtJ), um sich gegenseitig vorzustellen und erste Absprachen zu treffen.

Es wurden Informationen ausgetauscht und die Möglichkeiten und Ziele des Projekts, nämlich die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft der kleinen Küstenfischerei in der westlichen Ostsee, besprochen. Darüber hinaus fand ein erster Austausch in den Arbeitspaketen statt.

Auf Grund der Corona-Situation fand dieses erste Treffen virtuell statt.